Wir brauchen HILFE!

Die Feuerwehr Wittmoldt hat derzeit 15 Frauen und Männer im aktiven Dienst. Das ist zu wenig, denn es ist alles andere als sicher, dass im Einsatzfall alle verfügbar sind. Außerdem wohnen vier Aktive außerhalb der Gemeinde. Wir brauchen also Unterstützung, und das heißt vor allem: Leute, die mitmachen!

Die Freiwillige Feuerwehr heißt zwar so, aber eigentlich ist sie eine gesetzliche Verpflichtung für die Gemeinde. Deshalb sollte es für jede(n), der  gesundheitlich dazu in der Lage ist, eine Selbstverständlichkeit sein, zu helfen. Wenn nur aus jedem Haushalt in Wittmoldt, in dem eine Person zwischen 18 und 45 Jahren wohnt, eine(r) bei der Feuerwehr dabei wäre, wären alle Probleme gelöst.

Die Feuerwehr trifft sich normalerweise an jedem ersten Freitag des Monats um 19.30 Uhr zum Dienst im Dörps- und Sprüttenhuus (Dienstplan des laufenden Jahres). Einfach hinkommen oder mit der Wehrführung sprechen.

Was bedeutet das für mich?

Dienst in der Freiwilligen Feuerwehr Wittmoldt bedeutet:

  1. Einmal monatlich (meist der 1. Freitag im Monat) Dienst von 19:30 bis 21:00h. Dienst heißt im Winter vor allem theoretische Ausbildung und im Sommer praktische Übung. Den aktuellen Dienstplan gibt es hier.
  2. Grundausbildung, bestehend aus der Truppmann-Ausbildung Teil 1 und 2. Jeder dieser Lehrgänge umfasst ca. 20 Stunden.
  3. Im Fall einer Alarmierung ausrücken und helfen.

Das wär’s auch schon. Natürlich kann man darüberhinaus weitere Lehrgänge besuchen (z. B. Sprechfunk, Atemschutz, Motorsäge etc. pp.) oder an sportlichen oder geselligen Veranstaltungen von anderen Feuerwehren teilnehmen  – aber das muss man nicht.

Und um gleich mit dem Vorurteil der „Feierwehr“ aufzuräumen: Wer möchte, kann gern nach dem Dienst noch bleiben, um zu klönen oder ein Bier oder eine Cola zu trinken. Aber das ist nicht der erste Zweck der Feuerwehr, sondern nur ein netter Nebeneffekt. Nebenbei: Die Feuerwehr richtet in jedem Jahr einige öffentliche Veranstaltungen aus und sorgt damit auch für ein funktionierendes Dorfleben.

Hintergrund

Die Gemeinden in Schleswig-Holstein sind nach §2 des Brandschutzgesetzes Schleswig-Holstein verpflichtet, „zur Sicherstellung des abwehrenden Brandschutzes und der Technischen Hilfe den örtlichen Verhältnissen angemessene leistungsfähige öffentliche Feuerwehren zu unterhalten.“
Die Gemeinde Wittmoldt ist eine selbstständige Gemeinde und unterhält, wie fast alle anderen der mehr als 1.100 schleswig-holsteinischen Gemeinden, eine Freiwillige Feuerwehr, um ihrer Verpflichtung nach dem Brandschutzgesetz nachzukommen. Ausnahmen gibt es in Kiel, Flensburg und Neumünster, denn in Städten mit mehr als 80.000 Einwohnern muss eine Berufsfeuerwehr unterhalten werden. Und dann gibt es noch drei Gemeinden (Friedrichstadt, Burg (Dithmarschen) und List/Sylt), in denen eine Pflichtfeuerwehr eingeführt wurde. Die Bedingungen für eine Pflichtfeuerwehr sind in §16 des Brandschutzgesetzes geregelt und sehen, kurz gefasst, vor, dass der Bürgermeister Personen zwischen 18 und 50 Jahren zum Dienst in der Feuerwehr verpflichten kann, sofern sie die gesundheitlichen Voraussetzungen erfüllen.
Wie viele Feuerwehrleute eine Freiwillige Feuerwehr haben muss, hat das Innenministerium in einem Erlass geregelt. Demnach muss die Feuerwehr mindestens 18 Personen  in der Einsatzabteilung und 9 Personen in der Reserveabteilung umfassen. Diese Stärke darf höchstens um 1/3 unterschritten werden, danach sei die „persönliche Leistungsfähigkeit“ nicht mehr gegeben (Ziffer 2.3.5 des Erlasses).